Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 11:27 Uhr
Der rauhhaarige "Weimaraner"
Der Mythos, der über dem rauhaarigen Weimaraner schwebt scheint sich wahrscheinlich ewig zu halten. Ja, der NAVHDA hat einmal einen rauhaarigen Weimaraner angeführt - aber niemals einen registriert. (Da er ja auch gar nicht existiert!) Der rauhaarige Weimaraner verschwand von der Registrierungs-Database des NAVHDA etwa zur gleichen Zeit, wie der langhaarige Weimaraner. Ein anderer Mythos ist, dass jemand jemanden kennt, der gehört hat, dass es ihn in Deutschland geben soll... Es wurde mit vielen deutschen Züchtern diskutiert - Der rauhaarige Weimaraner ist und bleibt ein Mythos. Denn wenn man vom Rauhaarigen spricht, dann spricht man vom Slovensky Hrubosrsty Stavac (Ohar), Slowakischer Rauhbart.
Der Slovenský hrubosrstý stava?, (Slowakischer Rauhbart) ist eine von der FCI (Nr. 320, Gr. 7, Sek. 1) anerkannte Hunderasse aus der Slowakei.
Der Slowakische Rauhbart ist ein bis 68 cm großer Vorstehhund vom Brackentyp. Sein rauhaariges Fell bildet unter dem Fang den typischen Bart, buschige Augenbrauen. Die Fellfarbe wird als „Grau“ bezeichnet, FCI Formulierung: - der Grundton ist ein kastanienbraun schattiertes Sandfarben mit helleren oder dunkleren Varianten oder auch „Grau“ mit mehr oder weniger großen Flecken, eventuell getüpfelt. Der Behang, also die Hängerohren sind hoch und breit angesetzt, abgerundet. Die dicht behaarte Rute bildet optisch die Verlängerung der Rückenlinie.
Der Slowakische Rauhbart (Slovensky Hrubosrsty Stavac; Griffon d’arret slovaque á poil dur; Slovakian Wirehaired Pointing Griffon; Grifón de muestra Eslovaco de pelo duro)
Diese Rasse stammt aus der Slovakei. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine Reihe neuer Verhältnisse, -eine Menge guter Gebrauchshunde waren verloren gegangen, Landwirtschaft und Jagd hatten sich verändert-, machten es notwendig, dass ein Hund diese neue Rolle ausfüllte. Die Jäger wünschten einen Hund, der gehorsam und nicht in allzu grossem Radius arbeitet (die slowakischen Prüfungsregeln sorgten für einen Hund, der bei 30 Schritt voraus und 80 Schritt zu den Seiten sucht). Das Gewicht lag auf der Arbeit nach dem Schuss, welches ein besonderes Talent bei der Nachsuche bedeutet, ausdauernd und zuverlässig auf der Fährte und beim Apport. All dies führte zur Entwicklung des Slowakischen Rauhbartes(SR). Der SR ist eine Zusammenfügung von 3 Rassen:
Czeskey Fousek, Weimaraner und der Deutsch Rauhhaar; Kreuzungen dieser Rassen fanden 1950 statt und wurden in den slowakischen "Experimentier"-Register aufgenommen. Nur Rüden und Hündinnen mit gesundem Temperament und herausragenden Jagdeigenschaften wurden zur Zucht verwendet, die unter strenger Kontrolle der Rassewächter war.
Ein Fehler in der Übersetzung des Weimaranerstandards ins slowakische war die Ursache dafür, dass die neue Rasse als Rauhhaariger Weimaraner registriert wurde. Dieser Fehler wurde nicht vor 1975 vom deutschen Weimaraner Klub eV. erkannt. Der Weimaraner Klub erkannte die Rasse nicht an und sie wurde wieder aus der Weimaraner Klassifizierung entfernt.
Bis zu diesem Zeitpunkt war Zucht zwischen rauh und glatt mit Anerkennung der Rassewächter durchgeführt. Die Hunde wurden danach von der Slowakischen Jäger Union anerkannt, die Rasse wurde weiterentwickelt und für ihre Arbeitseigenschaftenog bewundert.
1981 hatte sich die Rasse entwickelt und konnte in 3 genealogische Linien und 3 unabhängige Zuchtgruppen eingeteilt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 400 Hunde registriert und die Anerkennung wurde vom FCI eingeholt.
Am 6. juni 1982 wurde die Anerkennung des FCI erreicht und die Rasse bekommt die Nummer 320. Mit Ausgang von 1984 waren bereits 550 Hunde im Stammbuch registriert. Von diesen hatten 260 die Herbstzuchtprüfung bestanden, 30 mit Wald- und spezial Arbeitstest und 26 mit Vollbrauchbarkeitsprüfung.
Die Rasse in UK
Die Rasse wurde das erste mal im Jahre 1997 von Margaret Holmes und Kevin Bingham nach England eingeführt, es waren Amie und Amaretto vom Kapffelsen aus Deutschland, danach Spek, Santal und Supa zo Sorosa aus der Slowakei, und diese 5 sind die Grundlage des Bestandes im Vereinigten Königreich.
Die Rasse wurde im Kennel Clubs Importregister im Jahre 1998 aufgenommen und der erste Wurf wurde im Jahre 1999 registriert. Nicholas Elder importierte 5 SR nach Irland, und auch hier waren weitere Würfe. Dies bringt die gesammelte Anzahl an Hunden im Vereinigten Königreich auf 174. Aber die Rasse kann in Irland nicht ausgestellt werden, da es immer noch keinen anerkannten Rassestandard hat, nach dem die Rasse beurteilt werden kann, da sie aber im Importregister aufgeführt ist, bedeutet dies, dass der SR an allen Kennel Club Working Events oder Field Trials teilnehmen darf, zu denen er auch mehr als in der Lage ist.
Das generelle Aussehen
Da die Rasse keinen anerkannten Rassestandard in diesem Land (UK) hat, kann nur eine kurze Beschreibung gegeben werden, wie der SR aussehen sollte. Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass disse Hunde zur Arbeit gezüchtet wurden; zur Fährtenarbeit den ganzen Tag und aufgrund dessen ist nichts an diesem Hund übertrieben worden, erist ein gesunder Hund mit einer Menge Arbeitseifer. Der RS ist mittelgross und kräftig gebaut, er ist länger als hoch. Die maximale Höhe für Rüden ist etwa 27 "und Hündinnen 25". Sie sind generell grau, auch wenn weisse Abzeichen erlaubt sind und diese auch schimmelfarbig oder gepunktet markiert sein können. Der Kopf ist moderat lang und schlank, mit einem grossen dunklen Nasenschwamm; die Augen sind mandelförmig und bernsteinfarbig und sie haben lange glatte Ohren, die in Augenhöhe angesetzt sind.